Kursinhalte

  • Kammermusik
  • Blockflöten- und Gambenconsort
  • Historische Improvisation für Sänger und Instrumentalisten
  • Einzel-/ Instrumentalunterricht (Blockflöte, Cembalo, Viola da Gamba)
  • Cembalo-Korrepetition (für alle Instrumente und Sänger)
  • Vokalensemble für alle
  • Historischer Tanz für alle
  • Dozentenkonzert / Vorträge
  • Teilnehmerkonzert (Teilnahme auf Wunsch)

 8_15_2016-4_15_45-pm

 

Martin Erhardt

  • Improvisation für Sänger und singende Instrumentalisten
    Ob weltlich oder geistlich: In früheren Jahrhunderten wurden einstimmig notierte Melodien oft mehrstimmig gesungen. Beim „Cantare super librum“ scharten sich die Sänger um ein Buch, in dem die Melodie („Cantus firmus“) stand, aber nur einer von ihnen sang tatsächlich diese Melodie. Die anderen erfanden dazu ihre eigenen Kontrapunkte, so dass improvisierte Polyphonie erklang! Was wie Zauberei klingt, werden wir in pädagogischen kleinen Schritten üben, zugeschnitten auf das Niveau der Teilnehmer. Glücklicherweise überliefern uns alte Traktate (z.B. Guilelmus Monachus oder Vicente Lusitano) Rezepte dafür. Ein entscheidender Aspekt ist dabei die hierarchische Anordnung der Stimmen (nicht „demokratisch“, wie z.B. im Bachchoral): So werden wir zum cantus firmus im Tenor zunächst den Diskant hinzufügen, danach erst den Bass und zu guter Letzt den Alt. Das heißt natürlich nicht, dass der Alt deswegen weniger wert ist, im Gegenteil: Er muss sich am meisten nach den anderen richten und kann nur Stimmführungen wählen, die noch von keiner anderen Stimme „besetzt“ sind. Jede Stimme hat also gleiches Verdienst, egal, wer zuerst und wer zuletzt hinzukam – ganz wie die biblischen Arbeiter im Weinberg.
  • Historische Improvisation für Instrumentalisten
    In beliebigen Ensemblebesetzungen wollen wir über Ostinatobässe und „Standards“ aus Renaissance und Barock improvisieren. Auch besonders in Tanzmusik spielte Improvisation naturgemäß immer eine zentrale Rolle. Teilnehmer mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen sind willkommen. Jeder bekommt auf sein Niveau zugeschnittene Übungen. Ich möchte Wege aufzeigen, wie man Improvisation genauso systematisch und aufbauend üben kann wie man beispielsweise auch die Spieltechnik seines Instrumentes übt. Daneben spielt natürlich die Schulung der Stilsicherheit /-reinheit und praktisch angewandte Musiktheorie auch eine Rolle. Melodiespieler, Bassspieler und Akkordspieler bekommen alle von mir Tipps, wie sie ihre jeweiligen Parts gestalten können, auf dass im alle Spieler im Ensemble lebendig und frisch musizieren.
  • Singen für alle: Vokalpolyphonie der Renaissance
    kurze Stücke von Josquin, Lasso u.a. sollen, im Chor gesungen, unsere Repertoirekenntnis erweitern und die Ohren sensibilisieren für den Nuancenreichtum einer uns immer noch fernen Epoche.
  • Historischer Tanz für alle
    Kurze Tanzeinlagen für alle zum Mitmachen: Sehr einfache Renaissancetänze erfordern überhaupt kein Vorwissen oder gar Begabung, sondern mögen in erster Linie der Geselligkeit, dem Renaissance-Lebensgefühl und der Verdauung des Frühstücks dienlich sein.

Sonja Kemnitzer

Hören Sie hier CastelloSeconda von Sonja Kemnitzer und Eva Kuen:

  • Kammermusik
Kammermusikensembles werden vor Ort zusammengestellt, gerne können Werke mitgebracht werden. Französische Triosonaten (Boismortier, Hotteterre, Dornel), Kammermusik von Telemann, Händel, Vivaldi etc. Für die Continuospieler stehen nach Möglichkeit sowohl ausgesetzte als auch nur bezifferte Bassstimmen zur Verfügung. Inhalt des Unterrichts ist Zusammenspiel, Zusammenklang gleicher und verschiedener Instrumente, gemeinsames Atmen, Intonation, Artikulation, musiklischer Ausdruck und Darstellung von Affekten. Auch können Ensembles eigenständig proben.
  • Einzelunterricht Cembalo

Der Kurs wendet sich an Cembalisten und auch Pianisten oder Organisten, die in dieser Woche das Cembalo erkunden möchten. Es können Werke eigener Wahl erabeitet werden, wie zum Beispiel Toccaten von Frescobaldi und Froberger, englische Virginalisten wie Bull, Farnaby und Byrd, Werke von Sweelinck, Preludes non mesurés und Suiten von Louis Couperin, Chambonnières, Marchand, Werke von Bach, Francois Couperin und Rameau. Unter Berücksichtigung musikalischer und stilistischer Merkmale werden unter anderem die klangliche Realisierung am Cembalo, Anschlag, Artikulation, Fingertechnik, Fingersätze und Tempo Inhalt des Unterrichtes sein.

  • Generalbass

Für Generalbasseinsteiger können Hilfestellungen zum Erlernen des Spiels nach Ziffern gegeben werden. Hierfür gibt es zahlreiche Übungsbeispiele. Für Fortgeschrittene steht die Realisierung eines klanglich schönen und abwechslungsreichen Generalbasses im Mittelpunkt. Die Wahl der Aussetzung, Artikulation und die Anwendung von Arpeggien sind hier ausschlaggebend. Auch stilistische Besonderheiten wie das Hinzufügen von Acciacaturen oder der stile brisée sollen vertieft werden.

  • Cembalo stimmen

Was ist das pythagoräische Komma? Wer waren die Herren Werckmeister, Kirnberger und Valotti? Das Stimmen mit und ohne Stimmgerät wird geübt. Zunächst wird das Stimmen durch Hören der Schwebungen trainiert. Verschiedene historische Stimmungen werden erklärt und realisiert.

  • Korrepetition für Sänger oder Instrumentalisten

Instrumentalisten und Sänger haben die Möglichkeit Werke nach Wahl in Einzelstunden mit Cembalobegleitung zu arbeiten. Musikalische Affekte, Tempo, Artikulation, Intonation, Anzeigen von musikalischen Absichten (Einsätze) können thematisiert werden.

  • Blockflöte:
    nach Bedarf und in Absprache und Zusammenarbeit mit Eva.

Eva Susanna Kuen

Hören Sie hier Boismortier von Eva Kuen:

  • Kammermusik
    Im Renaissance-Consort oder Ensemble für früh- und hochbarocke Kammermusik (mit Sängern und verschiedenen Instrumenten) kümmern wir uns um Zusammenspiel, Klanglichkeit, gemeinsamen musikalischen Ausdruck, Funktion der einzelnen Stimmen, Stilistik, Intonation, Artikulation etc.
    Die Teilnehmer werden je nach Könnens- und Erfahrungsstand in Ensembles eingeteilt. Noten werden auf Wunsch vor dem Kurs zugesendet. Ein Hinweis für die weniger erfahrenen Spieler: Für die Kammermusikstunden sind brauchbare Blattspielfähigkeiten wünschenswert.
  • Vorträge etc.
    Diminutionen, französische Barockmusik, Blockflötentechnik
  • Einzelunterricht Blockflöte
    Hier sind Spieler jeden Niveaus willkommen! Die Teilnehmer bringen selbst gewählte Stücke aus dem 17. und 18. Jahrhundert mit, die wir stilistisch-musikalisch erarbeiten und technisch verfeinern. Nach Bedarf erhalten die Teilnehmer ein Trainingsprogramm für Atem-, Finger und Zungentechnik. Gerne können auch Einsteiger oder Spieler verwandter Instrumente in die Welt der Blockflöte „hineinschnuppern“ (auf Anfrage stehen Leihinstrumente für die Dauer des Kurses zur Verfügung).
  • Korrepetition
    Hier können Sie nach Lust und Laune ihre mitgebrachten Werke mit Cembalobegleitung spielen. Auf Wunsch bearbeiten wir stilistische und musikalische Parameter.
  • Cembalo
    nach Bedarf

 

Miyoko Ito-Erhardt

  • Einzelunterricht Viola da Gamba
  • Kammermusik und Consort